Liebe kieferorthopädisch tätige Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Freude und hohen Erwartungen blicken wir alle auf den Ausgang der diesjährigen KZV-Wahl.

Wir von den Unabhängigen Freien Zahnärzten, kurz UFZ, möchten uns verstärkt auch um kieferorthopädische Themen kümmern. In den vergangenen Jahren sind solche leider wenig beachtet worden. Gern möchten wir Ihnen / Euch unsere konkreten Vorhaben und Ziele für die nächste Legislaturperiode vorstellen:

  1. Erhöhung und Anpassung der Punktwerte
    Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Budgets bei den Ersatzkassen seit Jahren nicht ausgeschöpft werden:
    Die Schere zwischen KFO- und Konspunktwerten ist in der Vergangenheit weiter auseinandergegangen, ohne das nennenswerte Bemühungen unternommen wurden, daran etwas zu ändern.
  2. Verbesserung der Transparenz und Qualität von KFO-Gutachten
    In Westfalen-Lippe gibt es deutschlandweit die höchsten Ablehnungsquoten für KFO-Gutachten. Mit schwer nachvollziehbaren Argumenten werden Patientinnen und Patienten Behandlungen verweigert.
  3. Modifizierung des Honorarverteilungsmaßstabes (HVM)
    Während wir in Westfalen-Lippe seit Jahren keinerlei Fortschritte zu diesem wichtigen Thema verzeichnen können, existieren bei der Schwester-KZV Nordrhein nahezu keine Budgetbeschränkungen mehr.
  4. Adäquate Vergütung für die Einhaltung überbordender Vorschriften.
    Wir setzen uns für die Bekämpfung der unerträglich gewordenen Bürokratie ein. Hygiene- und QM-Maßnahmen verursachen schon heute erhebliche Kosten – Tendenz steigend. Ein finanzieller Ausgleich muss zumindest teilweise eingefordert werden.
  5. Augenmerk auf die Nachfolgegeneration
    Wir wollen den für uns so wichtigen Generationenwechsel fördern und eine nachhaltige Berufspolitik sowie einen Praxisablauf gestalten, der wieder den Menschen in den Vordergrund stellt.

 

Wir machen uns stark für

Unsere Freiberufliche Zukunft!

 

Bitte wählen Sie UFZ, Liste 3.

Unsere Listenführer:

 

Arnsberg:                              Münster:                               Detmold:

Dr. Clemens Fricke             Dr. Frank Bordan                Dr. Maria Schmidt-von.Loga

Dr. Jochen Schmidt            Andrea Meiers                     Dr. Dietmar Paddenberg

Dr. Uta le Claire                   Dr. Holger Klar                    Dr. Jochen Tunkel

Programm der Unabhängigen Freien Zahnärzte


A. Gesundheitspolitisch

 
Die UFZ verstehen sich als eine Gemeinschaft unabhängiger Zahnärzte in Westfalen-Lippe, die
  • die Freiberuflichkeit und Unabhängigkeit ihres Berufsstandes in der Europäischen Union (EU) und in einem freien Rechtsstaat fordert und fördert
  • sich der Umsetzung der neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft und Forschung zum Wohle ihrer Patienten verpflichtet fühlt.
  • die Kollegialität untereinander pflegt.
  • der Feminisierung des Berufes offen begegnet.
  • die unabhängige Selbstverwaltung im Gesundheitswesen unterstützt.
  • die für die Existenzsicherung und wirtschaftliche Unabhängigkeit aller Praxisformen eintritt.
  • sich zu einer solidarisch getragenen Versicherungsgemeinschaft bekennt.
  • die Definition einer sozialen Basisversorgung in der GKV fordert.
  • die Private Krankenversicherung als zweite Möglichkeit der Krankenversicherung beibehalten will.
  • die Einigung der gesamten Ärzteschaft zu einem Partner in der Gesundheitspolitik fordert und unterstützt.
  • Sicherstellung der zahnmedizinischen Versorgung der Bevölkerung durch die KZven bzw. KZBV

B. Berufspolitisch

I. Allgemein:

Die Unabhängigen Freien Zahnärzte

  • lehnen Bevormundung und Dirigismus durch EU und Staat ab.Z
  • unterstützen jede Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung der Bevölkerung. Sie wollen den eigenverantwortlich handelnden, mündigen Patienten, der durch Aufklärung und Beratung selbst über seine Gesundheit entscheiden kann.
  • wollen die Darstellung der Zahnärzteschaft in der Öffentlichkeit durch Einigkeit.
  • sind gegen jede Form von Honorardeckelung und Budgetierung.
  • unterstützen die Ausweitung von Festzuschußregelungen in der Zahnheilkunde der GKV.
  • fordern eine Definition von GKV-finanzierten Basisleistungen und privaten Zusatzleistungen.

II. Einzelziele:

Die Unabhängigen Freien Zahnärzte
 
  • fordern eine adäquate Honorierung der qualitativen zahnärztlichen Leistungen, unter Berücksichtigung medizinisch-technischer Anforderung, des Qualitäts-managements, Hygiene- und Unfallverhütungsvorschriften sowie zunehmender bürokratischer Auflagen.
  • beteiligen sich nur an Selektivverträgen, die jedem Zahnarzt offen stehen.
  •  lehnen Selektivverträge für einzelne Zahnärzte oder Zahnarztgruppen ab.
  • unterstützen die Förderung und Ausweitung der Prophylaxe
  • fordern ein Konzept zur zahnmedizinischen Versorgung und Betreuung alter und pflegebedürftiger Patienten.
  • unterstützen dezentrale, kompetente Fortbildung für Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal.
  • wollen eine zweistufige Ausbildung für das zahnmedizinische Fachpersonal.
  •  jede Ausbildung muss zur selbständigen und eigenverantwortlichen Aufbereitung der Medizinprodukte befähigen.
  •  unterstützen die Universitäten bei der Erarbeitung einer neuen Prüfungsordnung. Die Ausbildung zum Zahnarzt ist für die Aufteilung in Bachelor- und Master-studiengang nicht geeignet.

C. Innerhalb der Zahnärzteschaft

I. Innerhalb der Körperschaften

  • Verbesserung der internen Kommunikation zwischen ZÄK und KZV
  • Beteiligung aller Fraktionen an Vorstand bzw. Hauptausschuss
  • Wiedereinführung eines ehrenamtlichen Vorstandes in der KZV
  • Transparenz von Abläufen und Entscheidungsvorgängen – Definition von Aufgabenfeldern, Kompetenzen und Kontrollfunktionen der Organe
  • Beteiligung der Basis an berufspolitischen Aufgaben, Zielen und Entscheidungen
  • Geschäftsordnung für Bezirksstellen
  • Beteiligung aller Fraktionen an den Aufgaben im VWZWL

II. Außerhalb der Körperschaften

  • Förderung der Einigkeit, Kollegialität und Solidarität in der Zahnärzteschaft
  • Schaffung von Kompetenz durch Fortbildung und Schulung
  • Förderung des standespolitischen Nachwuchses durch neue Mitgliedschaften
  • Förderung der Organisationsstrukturen außerhalb der Körperschaften (z.B. Basisgruppen der Zahnärzte)

III. Innerhalb der UFZ

  • Basisdemokratie
  • Erst Inhalte und Kompetenzen, dann Personen
  • Mitgliederversammlungen sollen mindestens zweimal im Jahr stattfinden, möglichst ca. sechs Wochen vor Kammer- und Vertreterversammlung. Fraktionsbesprechungen sollen möglichst drei Wochen vor den Sitzungen stattfinden.
  • Einbindung von Nicht-Mandatsträgern in die Ausschussarbeit von Kammer und KZV.